Drogensubstitutionsbehandlung in der Haft

AfD-Abgeordneter Detlev Spangenberg beim Parlamentarischen Abend der „Sanofi-Aventis Deutschland GmbH"

 

Am 8. Mai fand in Berlin ein parlamentarischer Themenabend zur Suchtproblematik und Drogensubstitutionstherapie von Gefängnisinsassen statt. Das Thema lautete: „Initiative zur Verbesserung der Substitutionsbehandlung in Haft".

Als Referenten erläuterten Professor Scherbaum und Professor Lehmann, beide als Mediziner im Justizvollzug tätig, anschaulich die Probleme, die mit drogenabhängigen Häftlingen in den Gefängnisse bestehen.

An der nachfolgenden Podiumsdiskussion nahmen Vertreter der Fraktionen Die Linke, Bündnis90/Grüne, FDP und Detlev Spangenberg für die AfD teil. Von den Fraktionen der CDU und SPD fand kein Vertreter den Weg zu dieser Veranstaltung.

Als Lösungsvorschlag für eine Wiedereingliederung Drogenabhängiger in die Gesellschaft wurde die Substitutionstherapie vorgestellt und favorisiert. Substitution bedeutet, mittels pharmazeutischer Drogenersatzstoffe, die dem Suchtkranken langfristig verabreicht werden, diesen zu therapieren beziehungsweise durch diese Ersatzstoffe von Drogen fernzuhalten. Das Ziel hierbei ist, die Heilungschancen zu verbessern und nach der Haftentlassung eine Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Als Mangel wurde vor allem benannt, dass es zu wenige Substitutionsmediziner gibt und darüber hinaus die fehlende Weiterbildung dieser Ärzte sowie die nicht ausreichende Einbindung und Ausbildung des Personals im Strafvollzug in die besondere Problematik mit suchtkranken Gefangenen und deren Behandlung.

Kritisiert wurde die sogenannte "abstinenzorientierte Behandlung", welche zum Ziele hat, dass die Gefangenen im Laufe der Haft nach vollständigem Entzug weder Ersatzmittel noch Drogen nehmen, also suchtfrei sind. Ein Argument, das gegen diese Behandlung spricht, so die Referenten, sei die große Rückfallquote bei diesem Verfahren, während die Substitutionstherapie erfolgreicher sein soll, vorausgesetzt, nach der Haftentlassung erfolgt weiterhin eine ausreichende Betreuung.

 

MdB Detlev Spangenberg äußerte Zweifel an der langdauernden Substitution und hätte es begrüßt, die Gründe für die Ablehnung des Abstinenzverfahrens wären ausführlicher untermauert worden.

Die Initiative "Gesundheit in Haft" stellte sechs Forderungspunkte vor, um die Behandlung nach der Substitutionstherapie erfolgreich durchführen zu können.

 

Spangenberg schilderte seine Erlebnisse mit der Sucht-Abhängigkeit ehemaliger Haftkollegen in Stasi-Gefängnisse der DDR, bezogen allerdings auf Alkohol und Tabak. Probleme mit anderen Drogen gab es in der DDR nicht.

Weiterhin sprach er sich in diesem Zusammenhang nochmals gegen die vonseiten der GRÜNEN gewünschte Legalisierung von Cannabis aus und erinnerte daran, dass bereits vor der Sucht vorbeugend dagegen angegangen werden muss, damit diese Probleme gar nicht erst entstehen können.

Insgesamt war dies eine gelungene Veranstaltung, mit klaren Zielvorgaben durch die Veranstalter. Die AfD wird alles unterstützen, was Suchtprobleme bekämpft und Suchtkranke von ihrer Sucht zu befreien hilft.

 

 

Detlev Spangenberg, MdB

 

 

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