Jetzt sind sie weg, weg, und wir sind wieder allein, allein ...

Für 12 Millionen Euro war 2018 das alte technische Rathaus in Dresden in ein hochmodernes Abschiebegefängnis umgebaut worden, eine Art „Asylcatraz“ mit Sicherheitskameras, einem drei Meter hohen Zaun und Wachmännern. Doch die Sicherheitsmaßnahmen waren wohl doch noch nicht ganz ausgereift. Denn am Wochenende wurde nicht abgeschoben, sondern abgehauen. Am Samstag sind drei abgelehnte Asylbewerber aus Nordafrika beim Hofgang vor den Augen der verdutzten Wachleute über den Zaun geklettert und getürmt und trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnten die Flüchtigen noch nicht wieder aufgegriffen werden.

Bilder der Überwachungskameras sind allerdings bislang auch noch nicht aufgetaucht. Die werden vermutlich erst freigegeben, wenn das sportive Trio längst über alle Berge ist, das heißt, das Schlaraffenland Deutschland werden sie vermutlich nicht verlassen. Die weitgehend risikofreie Beschaffung mehrerer neuer Identitäten pro Person und der damit verbundene Gelderwerb sind mit Sicherheit zu verlockend, da mit nur geringer Gefahr und üblicherweise nur lächerlicher Strafbewehrung verbunden. Der nächste Integrationsrat ist nicht weit und in der Regel auch willig. Denn was gibt es Befriedigenderes, als notorischen Straftätern die Möglichkeit zu weiteren Gesetzesverstößen zu verschaffen? Laut Gesetz ist Asyl allerdings nur Gewährung von Straftat auf Zeit, aber auch das darf man nicht zu eng sehen!

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