Corona-Masken – Auswirkungen auf Psyche und soziales Miteinander

Masken begleiten unsere Gesellschaft seit jeher. Politextremisten tragen Masken, um einerseits anonym zu agieren und andererseits ein Gefühl der Gruppensolidarität herzustellen. Kriminelle maskieren sich, um ihre Identifizierung zu erschweren. Masken können auch ein Gefühl der Sicherheit und des Schutzes herstellen. Hierzu gehören auch die „Atemschutzmasken“, die uns jetzt in der Corona-Zeit ständig begegnen.

 

Detlev Spangenberg, Gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion:

 

"Was passiert aber, wenn eine ganze Gesellschaft sich vermummt durch den öffentlichen Raum bewegt? Wenn es sich nicht mehr um einzelne Proteste oder Demonstrationen handelt, sondern die Identität eines ganzen Volkes partiell verschleiert wird?

 

Die Psychologie kennt hierzu Tatsachen – zum Beispiel folgende: Masken verbergen Emotionen. Sie erzeugen beim Träger das Gefühl der Abkoppelung zum eigenen Selbst und zum selbstverantwortlichen Verhalten. Masken tragen dazu bei, Schuld und Scham zu vermeiden, Seiten der Persönlichkeit, die im unmaskierten Zustand nie zum Vorschein kommen würden.

Studien der Psychologie zeigen, wie gefährlich wahrgenommene Anonymität wirken kann.

 

Der Mensch ist nicht nur die Summe seiner Einzelteile. Körper und Psyche gehören zusammen und so wie wir an Impfungen arbeiten, um unsere Körper zu schützen, dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch eine Psyche haben, die von all diesen Geschehnissen gebeutelt wird. Denn nonverbale Kommunikation hilft uns, im Alltag ohne größere Konflikte auszukommen und der Gesichtsausdruck des anderen wird von unseren Augen bereits geprüft, bevor das erste Wort gesprochen ist. Sie führt dazu, dass wir die Mimik unseres Gegenübers nicht mehr wahrnehmen, eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, welches wir als Menschen haben. Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum wird nicht nur die physische Distanz zwischen den Menschen fördern.

Jedoch ist Kommunikation das, was uns auch in schweren Zeiten zusammenhält. Die Maskenpflicht wird unweigerlich dazu führen, dass es zu vermehrt sozialpsychologischen Konflikten in unserer Gesellschaft kommen wird.

 

Zu guter letzt ist auch an die mentale Entwicklung der Kinder und möglicher pathologischer Spätfolgen zu denken. Kinder lernen bekanntlich durch das Beobachten und Imitieren von Verhalten, welches sie an anderen Menschen beobachten. Die Gesichtsmimik zeigt dem Säugling bereits, ob er sich sicher fühlen kann oder nicht.

 

Die Auswirkungen der sozialen Isolierung und Vermummung im öffentlichen Raum müssen durch Studien begleitet und untersucht werden. D. h. diese Maßnahme darf nur das äußerste und kurzzeitig begrenzte Mittel sein."

 

 

Detlev Spangenberg, MdB

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