Kretschmer gegen Viren immun?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat am Samstag an einer Anti-Corona Demo teilgenommen. Er stellte sich dabei den Argumenten der Corona-Gegner in einer offenen Diskussion, was ihm die Hochachtung der meisten Teilnehmer einbrachte, sind sie es doch nicht gewöhnt, daß ein hochrangiger Politiker ihren Argumenten zuhört und auf diese eingeht.Vereinzelte Schmährufe waren nicht zu überhören, blieben aber die löbliche Ausnahme. Der weit überwiegende Teil der Demo-Teilnehmer war dagegen froh, mit dem MP selbst diskutieren zu können und von ihm auch ernst genommen zu werden. Fast eine Stunde diskutierte der MP mit den Bürgern, bevor er sich wieder auf sein Rad schwang und verschwand.
Ein Frage stellt sich allerdings: Warum trug der MP beim Gespräch mit den Bürgern keine Maske? Kretschmer beantwortete die Frage mit der Feststellung, daß es in seiner eigenen Verantwortung liege, wenn er sich mit Corona anstecke. Gut, diese Antwort kann man gelten lassen. Wobei die Maske ja eigentlich mehr das Gegenüber schützen soll als die eigene Person.
Warum aber dem normalen Bürger diese Kretschmersche „Freiheit zur Selbstverantwortung“ nicht selbst überlassen bleibt, sondern dem Bürger eine Maskenpflicht aufgezwungen wird, darüber schwieg sich Kretschmer aus. Darf man mutmaßen, daß hier die schon den Römern bekannte „Arroganz der Mächtigen“ zutage tritt, die sich in der lateinischen Redewendung „Quod licet Jovi, non licet Bovi“ (Was dem Gott Jupiter geziemt, ziemt dem Ochsen nicht!) manifestiert, oder in moderner Orwellscher Diktion: „Alle Tiere sind gleich! Aber manche sind gleicher als die Anderen!“

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