Kulturveranstaltungen sind keine Parteiveranstaltungen - besonders wenn staatliche Zuschüsse gewährt wurden

Die Coronakrise sorgte für viele traurige Absagen: Auch zum Literaturfest Meißen, welches eigentlich Mitte Juni unzählige Schriftsteller und Schaulustige in die historische Altstadt Meißens locken sollte, nun jedoch auf Anfang September verschoben werden musste. Und das gleich mit einem anhängenden Skandal! Denn eigentlich vom unabhängigen und überparteilichen „Meißener Kulturverein e.V.“ getragen und von der Stadt Meißen und dem Kulturkonvent jährlich mit hohen Summen aus dem Steuertopf gefördert, sieht sich das „Literaturfest Meißen“ seit diesem Wochenende von der SPD gekapert: Plötzlich präsentieren die Literaturfest-Veranstalter die coronabedingten Onlinelesungen ihrer Schriftsteller nicht mehr auf der Website des Kulturvereins, sondern auf jenen der SPD Meißen sowie des SPD- Landtagsabgeordneten Frank Richter. Plötzlich sammelt die SPD auch Spenden für das Literaturfest Meißen – Spenden, die nicht auf das Konto des Kulturvereins fließen, sondern auf jenes der SPD Meißen. Plötzlich ist in den veröffentlichten Lesevideos nicht mehr das Literaturfest als Veranstalter symbolisch eingeblendet, sondern der SPD-Politiker Frank Richter.

Das Literaturfest Meißen darf keine Parteiveranstaltung werden: Darin zeigen sich die meisten Bürger dieser Stadt sowie die Künstler und Sponsoren des Festes einig. Das Literaturfest ist ein integraler Bestandteil unseres städtischen Lebens; es wird von einer überparteilichen Plattform an Bürgern ehrenamtlich organisiert und von sämtlichen Bürgern unserer Stadt mit Steuergeldern finanziert. Kulturveranstaltungen sind keine Parteiveranstaltungen! Die SPD Meißen, der SPD-Landtagsabgeordnete Frank Richter sowie der Vorsitzende des Kulturvereins, Daniel Bahrmann, der gleichzeitig für die SPD im Meißner Stadtrat sitzt, werden sich in den kommenden Wochen noch einer ganzen Liste an Fragen stellen müssen. Die Stadträte der AfD und der Landtagsabgeordnete Thomas Kirste fordern die SPD und Herrn Richter auf dies sofort einzustellen und das Literaturfest zu keinem sozialdemokratischen Parteifest verkommen zu lassen.

http://meissener-kulturverein.de/literaturfest.html

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